Al Ain Oasis

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Mit ihrem noch immer funktionsfähigen, traditionellen Faladsch (antikes Bewässerungssystem) und den gewundenen Pfaden unter dem üppigen Blätterdach von 147.000 Dattelpalmen und anderen Obstbäumen ist die Oase von Al Ain der perfekte Ort für einen Ausflug mit der Familie oder Freunden. Hier können Sie erleben, wie die Landwirtschaft der Region seit tausenden von Jahren aussieht.

Auf einer Fläche von 1.200 Hektar bietet Ihnen diese üppig grüne Oase einzigartige Einblicke in die Methoden der hiesigen Einwohner, die vor 4.000 Jahren damit begannen, die Wüste urbar zu machen. Die Oase befindet sich im Zentrum von Abu Dhabis traditionsreicher Gartenstadt Al Ain, anderthalb Autostunden von der Hauptstadt entfernt, und ist die größte der Stadt. Bauern hegen hier tausende Dattelpalmen, die 100 verschiedenen Arten angehören, sowie Viehfutterpflanzen und Obstbäume wie Mango-, Orangen-, Bananen-, Feigen- und Jujubebäume (regional auch als „Sidr“ bezeichnet). Die einzelnen Felder und Bauernhöfe sind durch historische Grenzmauern voneinander getrennt.

Al Ain Oasis

Das Wasser zur Versorgung der opulenten Oase wird sowohl von Brunnen als auch von dem antiken Faladsch-System geliefert. Dieses leitet Wasser aus fernen unterirdischen oder im Gebirge gelegenen Gesteinsschichten, die Grundwasser führen, mittels ebenerdiger oder unterirdischer Aquädukte manchmal über weite Strecken hinweg zu den Farmen. In der Oase von Al Ain sind zahlreiche funktionsfähige Beispiele des Faladsch-Systems zu sehen, die seit Jahrhunderten in Gebrauch sind. Die beiden wichtigsten Faladsch-Systeme, die die Oase versorgen, sind Al Aini und Dawood. Diese leiten Wasser in zwei verschiedene Teile der Oase und kommen beide aus dem Südosten, aus der Richtung des Hadschar-Gebirges und des nahegelegenen Berges Dschabal Hafit. Wenn das Wasser in der Oase angekommen ist, wird es mithilfe eines komplexen Kanalnetzes verteilt. Die Verteilung wird nach strengen Regeln durchgeführt und durch eine Sperrung von Kanälen umgesetzt, damit das Wasser nur in die erforderlichen Gebiete fließen kann.

Bereits seit 2011 ist die Oase von Al Ain eine UNESCO-Welterbestätte, aber erst seit Kurzem für die Öffentlichkeit zugänglich, nachdem ein Öko-Bildungszentrum gebaut und ein umfangreiches System beschatteter Gehwege angelegt wurde. Das Öko-Zentrum beleuchtet mit einer Reihe interaktiver Ausstellungen die Maßnahmen, die ergriffen wurden, um das empfindliche Ökosystem der Oase zu bewahren. Außerdem feiert es den wertvollen Beitrag, den die Oasenbauern von Al Ain mit ihren traditionellen Anbaumethoden für die Landwirtschaft geleistet haben.

Al Ain Oasis

Die Welternährungsorganisation der UN erkennt alle Oasen von Al Ain als wichtige Lagerstätten für genetische Ressourcen, Biodiversität und das Kulturerbe an.